Mit Protein-Shakes den Heißhunger unter Kontrolle bekommen – Teil 3

Mit Protein-Shakes den Heißhunger unter Kontrolle bekommen – Teil 3

25. Mai 2019 0 Von Darko Pavic

Bei dieser Serie an Artikeln geht es eigentlich um ein Experiment, das uns zeigen soll, ob man mit Proteinshakes den Heißhunger besiegen kann.

Zur Erklärung

Proteinshakes

Zu Beginn soll aber noch einmal darauf hingewiesen werden, dass es hierbei nicht um Pulver-Diäten geht. Es geht um „echte“ Proteinshakes mit einem Mindestgehalt an Proteinen von 70% und einer geringen Menge an Kohlenhydraten (3-8%).

Heißhunger

Unter Heißhunger ist hier das Hungergefühl zu verstehen, das uns überwältigt. Dieses Hungergefühl ist oft für Essattacken, die mit dem Verzehr von großen Essensmengen enden, verantwortlich. Es kann sich dabei um Hunger auf Süßigkeiten, Knabbersachen oder beliebige anderen Nahrungsmittel handeln.

Genau dieser Heißhunger ist somit oft für das Scheitern der Diäten bzw. Ernährungsumstellungen zuständig.

Abnehmen

Es ist ebenfalls sehr wichtig darauf hinzuweisen, dass Proteinshakes oder beliebige anderen Nahrungsergänzungsmittel kein Abnehmen bewirken. Das Abnehmen geschieht nur bei einem Kaloriendefizit. Du musst also mehr verbrauchen als du zu dir nimmst. Um das erreichte Gewicht aber auch zu halten, bedarf es einer dauerhaften Ernährungsumstellung. Und die benötigte Ernährungsumstellung geht nicht selten Hand in Hand mit einer Veränderung der Gewohnheiten.

 

Experiment und Ergebnis

Das Experiment wurde in 3 Schritten vollzogen.

Im ersten Schritt habe ich mich mit dem Thema Proteine bei einer Diät beschäftig. Einiges darüber findest du hier.

Anschließend habe ich mich für einen Hersteller entschieden. Es war foodspring und deren Produkt Shape Shake.

Mit nur 111 kcal, 70% Proteingehalt sowie Zusatzstoffen aus der Chicoreé-Wurzel erschien mir das Produkt als sehr gut geeignet.

Alle Details über den ersten Schritt dieses Experimentes findest du hier.

Im zweiten Schritt ging es um Beobachtung und Messung des Heißhungers bei einer normalen/einfachen Diät. Bei dieser Diät ging es ausschließlich um das Erreichen eines Kaloriendefizits ohne jegliche Hilfsmittel. Diese Diät dauerte etwa 10 Tage und ich verlor ungefähr 4,5 kg. Durch die täglichen Hungerattacken war es aber schwer durchzuhalten.

Alle Details dieses Schritts findest du hier.

Nach dem der zweite Schritt vorbei war, habe ich einige Tage wieder wie vor diesem Schritt gegessen. Ich habe nicht auf die Kalorien geachtet und ich habe Einiges an Süßigkeiten gegessen. Mit diesem Zwischenschritt wollte ich erreichen, dass die Ausgangssituation für den dritten Schritt die gleiche war wie für den zweiten Schritt.

Nach einigen Tagen fing ich an mit dem dritten Schritt des Experimentes.

Der zweite Schritt hatte eindeutig gezeigt, zu welchen Tageszeiten mein Heißhunger am größten war. Das war direkt nach dem Mittagessen (gegen 13 Uhr), in den Nachmittagsstunden (gegen 16 Uhr) und abends (gegen 19 Uhr).

Dementsprechend habe ich meine Strategie definiert:

  • Nach dem Mittagessen bin ich meinem Heißhunger nur durch Beschäftigungsmaßnahmen begegnet.
  • Ich habe meine Sporteinheiten genau in die Zeit gegen 16 Uhr gelegt.
  • Heißhunger nach dem Abendessen versuchte ich mit einem Protein-Shake zu bekämpfen.

Ich habe wieder wie im zweiten Schritt meine Diät durchgeführt. Dabei habe ich genau die gleichen Regeln und Ziele angewendet. Protokolliert habe ich ebenfalls alles wie im Schritt davor.

Meine Strategie zum Bekämpfen des Heißhungers ging völlig auf. Es stellte sich ein hervorragendes Ergebnis ein. Mein Hungergefühl hat sich fast halbiert. Die Minderung des Heißhungergefühls war am Abend wesentlich höher als tagsüber. Das war genau nachdem ich einen Proteinshake getrunken habe. Das hat mir geholfen, den Abend mit Leichtigkeit zu überstehen ohne zu essen.

Das Ganze wiederum hat im Ergebnis dazu geführt, dass ich im 3. Schritt 6,5 kg abgenommen habe. Das waren 2 kg mehr im gleichen Zeitraum davor.

Bevor wir jetzt aber einen Trugschluss ziehen und sagen, dass diese bessere Gewichtsabnahme durch Proteinshakes bedingt war, müssen wir es richtig erklären.

Die Proteinshakes alleine hätten mir nicht geholfen mehr oder überhaupt abzunehmen. Ausschlaggebend war die Gesamtstrategie wie begegne ich wann meinem Hungergefühl, die zu einer größeren Gewichtsreduktion geführt hat.

Ich hätte 10 solche Shakes pro Tag trinken können und hätte kein positives Ergebnis erhalten, wenn ich zu den restlichen Tageszeiten richtig zugeschlagen und die entsprechenden Mengen gegessen hätte.

Die Erkenntnisse

Wichtige Erkenntnisse, die auch du bei deiner Diät gut anwenden kannst:

  1. Du musst dein Verhalten gut und detailliert analysieren, um die Problemzeiten zu entdecken und zu verstehen.
  2. Nur Proteinshakes reichen nicht aus. Du solltest dir auch andere Maßnahmen, die dir dabei helfen, dein Hungergefühl zu besiegen überlegen, z.B. Sport, Beschäftigungsmaßnahmen etc.
  3. Nur wenn du im Kaloriendefizit bleibst, wirst du auch abnehmen. Die vorher definierte Strategie sollte dich nur dabei unterstützen.
  4. Bei jeder Diät bzw. Ernährungsumstellung ist eine ausgewogene, vielseitige Ernährung sehr wichtig. Sie trägt zu deinem Wohlbefinden entscheidend bei. Du solltest beispielsweise nicht auf Kohlenhydrate oder andere wichtige Nährstoffe verzichten.

Ich habe Shape Shake von foodspring stellvertretend für Proteinshakes getestet. Alle anderen „echten“ Proteinshakes sind mit Sicherheit genauso gut und hätten sehr wahrscheinlich dieselben Effekte erzielt. Entscheide dich nach deinen Präferenzen (z.B. Preis, Geschmack, Zusatzstoffe etc.) für ein Produkt, das dir am besten zusagt.

 


 

Hinweis:

Zur Zeit der Erstellung dieses Textes habe ich keine Kooperation aber eine Affiliate-Partnerschaft mit foodspring gehabt. Ich habe alle Produktproben selbst gekauft.

Da Markennamen und Links sichtbar sind, ist dieser Text als Anzeige gekennzeichnet